Im Gegensatz zu Bitcoin kann Fiat-Geld (Euro, CHF, Dollar) per Knopfdruck erzeugt werden. Dies geschieht durch Zentralbanken (Geldpolitik) und Geschäftsbanken (Kreditvergabe).
$$ \text{Kaufkraft} = \frac{\text{Deine Ersparnisse}}{\text{Gesamtgeldmenge (M2)}} $$
Wenn der Nenner (M2) wächst, während dein Zähler gleich bleibt, sinkt der Wert deines Lebenswerkes gegen Null.
Inflation passiert nicht sofort. Es ist eine Kettenreaktion, die bei der Bank beginnt und bei deinem Taschengeld endet. Man nennt diesen zeitlichen Ablauf auch den Cantillon-Effekt.
Das neue Geld sickert wie Honig von oben nach unten durch die Wirtschaft. Die Ersten, die es bekommen, können noch zu "alten, günstigen Preisen" einkaufen. Wenn das Geld bei dir ankommt, haben die Verkäufer ihre Preise längst nach oben angepasst.
Wer 1970 den Gegenwert eines Hauses unter die Matratze gelegt hat, kann sich heute davon vielleicht noch die Garage leisten. Das Geld ist nicht "weg", es wurde nur durch Inflation an diejenigen umverteilt, die das neue Geld zuerst erhalten haben.
| Zeitraum | Kaufkraftverlust bei 2% Inf. | Kaufkraftverlust bei 5% Inf. |
|---|---|---|
| 10 Jahre | -18% | -39% |
| 25 Jahre | -39% | -71% |
| 50 Jahre | -63% | -92% |
Bitcoin bricht diesen Kreislauf durch eine harte mathematische Grenze: **21 Millionen**. Es gibt keine Zentralbank, die diesen Wert verwässern kann.